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Die Nachteile des Real Life – wenn bildbearbeitung schief geht

8. Januar 2017

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Eine Satire, die traurigerweiße manchmal keine ist.

Blogger, Influencer und die, die es mal werden möchten, lieben es: DIE BILDBEARBEITUNG.

Photoshop war früher wohl noch eher unbekannt und meist nur für Fotografen, Agenturen und Profis zugänglich. Mittlerweile sieht das aber anders aus. Wer in der Social-Media-Welt an Einfluss gewinnen möchte, sollte eine gute Bearbeitungssoftware oder Bildbearbeitungs-App zur Hand haben.

Apps, deren Möglichkeiten wohl grenzenlos erscheinen:

 

Ich wäre wohl aufgeschmissen ohne diese Tools. Denn hätte ich diese nicht, müsste ich ja noch richtig viel Zeit in mein Styling, Make Up und Sport investieren. Ich habe mir schon lange abgewöhnt, perfekt für ein Shooting auszusehen. Warum die Arbeit vorher machen? Die ganzen Apps wie Facetune, Lightroom und Vsco machen doch im Grunde alles perfekt. Hier die Haare etwas heller, da etwas glattere Haut und die obligatorischen 20 Kilo kann ich wohl auch noch weg retuschieren. Meine Augen sehen einfach zu natürlich aus, die werde ich wohl noch etwas vergrößern, damit ich Ähnlichkeit mit der Katze aus Shrek habe. Wenn man es genau nimmt, bräuchte ich nicht einmal duschen, um super fresh auszusehen. Nadja abd el Farrags Zähne sind braun im Vergleich zu meinen. Bauchfrei? Kein Thema. Wenn ich gar keinen Bock auf Shooten hätte, könnte ich meinen Kopf auf irgendein Bild setzen. Ein Hinterteil à la J.Lo? Kein Problem, auch das bekommen wir hin. Wir sind ja alle anonym im World Wide Web.

 

 

Tja, wären da nicht die Nachteile des Real Life. Es ist einfach immer wieder lustig, so manch ein Bild auf Instagram genauer unter die Lupe zu nehmen. Vor allem wenn man die ein oder andere Person auch mal live trifft. Natürlich nutzen wir alle diese Tools. Wir möchten uns ja auch schließlich von unserer besten Seite präsentieren. Ich persönlich muss mich manchmal auch bremsen. Denn ganz klar: Die Möglichkeiten sind verlockend. Aber wo ist die Grenze? Muss meine Taille denn wirklich so dünn sein, dass mein Unterarm fast schon breiter wirkt? Muss die Haut dermaßen glatt sein, dass selbst Meg Ryan sich erschrecken würde? Ich sehe immer wieder Bilder, die über ein gesundes Maß hinaus schießen. Viele Bilder sind anatomisch schon fast nicht möglich.

Tatsächlich denke ich des Öfteren, während ich durch Instagram stöbere: Gebt Naddel ihr Gebiss zurück.

Zu weiß, zu dünn, zu realitätsfremd.

Fakt ist: So viele Bilder sind in irgendeiner Form retuschiert! Das ist Tatsache.

Ich selbst hole mir mittlerweile eine zweite Meinung ein, bevor ich ein Bild poste. Man verliert schlicht und einfach den Blick zur Realität. Seitdem ich meine Bilder weniger retuschiere, lade ich viel lieber Bilder hoch. Mal davon abgesehen, dass ich unheimlich viel Zeit spare.

Mir bringt es nichts, wenn ich live keine Ähnlichkeit mit der Person auf dem Bild habe. Ich denke, ein gesundes Mittelmaß ist immer von Vorteil. Ich will ja nicht bei jedem Event gefragt werden, ob ich zugenommen habe.

Bei Instagram kommt die Schönheit leider nicht von Innen, aber bleibt euch selbst treu und versucht niemand zu verkörpern, der ihr nicht seid.

 

Wie entstehen meine Bilder?

Ich werde jeden Tag aufs Neue gefragt, wie ich meine Bilder bearbeite. Ich lege es euch heute offen: Ich nutze für meine Bildbearbeitung zwei Apps. Immer die gleichen Tools und den selben Filter. Mir persönlich ist es wichtig, dass mein Instagram-Profil eine Linie fährt. Genau aus diesem Grund wähle ich bei jedem ausgewählten Bild die selben Einstellungen der Bildbearbeitung. Denn sind wir mal ehrlich: Einem schön strukturierten Feed folgt man gerne.

Zum einen ist das FACETUNE. Diese App nutze ich für kleine Retuschierungen an meiner Person, wie beispielsweise die Funktionen Glätten, Aufhellen und Überlagern. Und zum anderen nutze ich die App VSCO. Mit dieser arbeite ich an der Deutlichkeit des Bildes und verwende einen Filter. Für meine Instagramfotos benutze ich den T1-Filter.

Hier zeige ich euch im Genauen, wie ich vorgehe

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3 Comments

  • Reply Stephi 8. Januar 2017 at 19:29

    Ein wirklich toller und sehr ehrlicher Beitrag! Ich finde es auch richtig super, dass du a) zugibst, dass du bearbeitest und b) auch für nicht Profis mal zeigst wie sowas geht Ich bin mir aber sicher, das du auch ohne nicht aufgeschmissen wärst!

    Was instagram angeht sehe ich das ähnlich, es ist realitätsfremder denn je. Klar schaue auch ich mir lieber schöne, ästhetische Bilder an, aber was für mich vor allem zählt ist die Authentizität einer Person!

    Liebe Grüße
    Stephi von http://stephisstories.de

  • Reply Esra 8. Januar 2017 at 21:12

    MEGA POST ich hab mich so weggeschmissen :DDDDDD
    Und „deutlichkeit“ ist eine super Option!
    lg
    Esra

    nachgesternistvormorgen.de

  • Reply Sina 12. Februar 2017 at 16:36

    Schön, dass du so ehrlich über das thema Bildbearbeitung sprichst, das kommt ja auch eher selten mal vor 😀
    Nebenbei bemerkt …toller Gucci-Rucksack 🙂

    Beste Grüße aus Stuttgart
    Sina

    http://aliceimkleiderschrank.blogspot.de/

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