Persönliches

Wann ist freizügig zu freizügig?

4. Dezember 2016

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Ich scrolle durch Instagram und Facebook und sehe jeden Tag wunderschöne Körper. Körper, die perfekter kaum sein könnten. Klar, wir sind uns alle bewusst, dass diese Schnappschüsse meist keine sind. Hier und da verschönert, geschmälert, weicher gezeichnet und im Klartext: bearbeitet.

Tatsächlich nutze auch ich jedes Tool, um nahezu göttlich auszusehen. Was davon der Realität entspricht, kann ich selbst manchmal nicht sagen.

Du merkst doch sehr schnell, dass in dieser Online-Präsenz deine gesetzten Grenzen schnell verschwimmen können. Zum einen auf persönlicher Ebene und zum anderen, was du der Welt von deinem Körper präsentierst.

Meine doch meist sehr persönlichen Texte kommen direkt aus meinem Herzen. Sie sind ein stückweit Ich. Natürlich überlege ich da dreimal, ob ich die ganze Welt wissen lassen möchte, was mich gerade bewegt. Zu Anfang mehr als heute.

Während ich mich anfangs ausschließlich mit Outfit-Posts beschäftigte, weiß ich heute, dass sich ein oberflächlicher Blog nicht verkauft und schon gar nicht gut liest. Meiner Meinung nach bedarf ein Outfit-Post nicht unbedingt einem ewig langem Text. Um einen Style anzuschauen reichen auch die Social-Media-Kanäle. Meine Leser agieren viel mehr auf einer persönlichen Ebene und ich merke, dass mir das gut tut. Meine eigene kleine Online-Therapie? Irgendwie schon.

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Ähnlich ist es wohl mit den freizügigen Bildern. Hätte mich jemand vor zwei Jahren gefragt, ob ich ich mich mal in Unterwäsche ablichten lassen würde, hätte ich diese Frage mit einem klaren Nein beantwortet. Meine frühere Grenze ist wohl meilenweit von meiner heutigen entfernt. Und das erschreckende dabei ist: Ich finde es toll. Ich freue mich über positives Feedback, über meinen Körper und ganz besonders über meine Fähigkeiten in der Bildbearbeitung. Meine Meinung ist ganz klar: Ästhetische Bilder können nicht negativ sein.

Ganz ehrlich: Ich bin super stolz auf diese Bilder. Das Licht, die Bearbeitung und schlussendlich meine Rückseite. Alles Dinge, auf die ich stolz bin. Warum also nicht andere daran teil haben lassen?

Natürlich rate ich einem Banker oder einem Stadtangestellten nicht, solche Bilder online zu stellen. Man sollte sich eventueller beruflicher oder privater Konsequenzen bewusst sein. Einem konservativen Chef oder dem ein oder anderen Kunden könnten zu freizügige Bilder negativ aufstoßen.

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