Fashion, Persönliches

Persönliche Erkenntnisse zur Fashionweek

4. Juli 2016

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Zwei Wochen im Jahr packe ich meine Koffer, um Berlin und der Modewelt Hallo zu sagen.

Der Trubel der vergangenen Woche ist vorüber. Der Alltag wird ab morgen wieder seinen gewohnten Lauf nehmen und ich frage mich: Was waren diesen Sommer die eigentlichen Highlights? Normalerweise sind es die Shows, über die ich viel nachdenken muss. Doch diese Saison war das etwas anders. Ich muss feststellen, dass ich mich zu dieser Fashionweek das erste Mal zugehörig und angekommen gefühlt habe. Das ist eigentlich normal. Denn wie jeder weiß: Kennt man sich aus, ist alles immer etwas leichter. Man hat den Dreh heraus, weiß welche Shows und Events vielversprechend sind und verfügt über die notwendigen Kontakte, damit diese Woche einem in Erinnerung bleibt. Natürlich vereinfachen diese Punkte einem das Leben zur Fashionweek sehr. Dennoch gibt es einen anderen Punkt, der dieses Jahr noch viel stärker hervortrat: Freunde. Es ist leicht Kontakte zu knüpfen. Dank Instagram und Co. leichter denn je. Aber Kontakte sind nicht immer gleich Freunde oder Menschen, die man dauerhaft um sich haben möchte. Ich für mich kann sagen, dass ich mittlerweile eine kleine Gruppe an Menschen gefunden habe, auf die ich mich in dieser Woche besonders freuen darf. Dafür bin ich sehr dankbar. Denn unter diesen vielen Bloggern jemanden zu finden, der einem positiv gesonnen ist, ist schwerer als man glauben mag. Ich stelle oft fest, dass in dieser Branche leider wenig Platz für Freundschaft ist. Es reicht meist nur für eine Bekanntschaft, die oft sehr schnell vorüber ist. Denn Konkurrenz und Missgunst ist in dieser Branche regelrecht an der Tagesordnung. Ich kann mich in diesem Punkt mittlerweile ganz klar abkapseln. Denn ich habe einen Vorteil: Ich bin ein männlicher Blogger. Diese Tatsache alleine macht mein Leben zu dieser Zeit unheimlich leicht. Auch wenn der Markt an männlichen Bloggern stark wächst, sind wir in dieser Branche fast noch eine Rarität. Dadurch bleibe ich meinem Gegenüber leichter im Sinn und kann meiner Frohnatur freien Lauf lassen. Leider ist das bei weiblichen Bloggern schon fast nicht mehr möglich. Der Markt ist überschwemmt.    Jeder möchte in dieser Welt wahrgenommen werden, eine Modegröße darstellen und die tollen Deals mit den coolen Firmen abschließen. Aber zu welchem Preis? Wenn dich die Missgunst zerfrisst und du keine Freude mehr für andere Menschen aufbringen kannst, macht dich das in dieser Branche überhaupt noch interessant? Ein Hoch auf Ehrgeiz. Als Blogger kommst du nicht weit wenn dieser nicht ausgiebig vorhanden ist. Dennoch muss die Damenwelt akzeptieren, dass die Firmen entscheiden, wen sie wollen und wer Potential hat. Dein Blog ist deine Marke. Wer will eine Marke die durch ein schlechtes Benehmen auf sich aufmerksam macht?!? Ein schlechtes Image ist in keinem Fall förderlich. Hört auf, einander Missgunst und Steine in den Weg zu legen. Ich höre von so vielen Kollegen immer wieder die gleiche Leier: “Die Fashionweek ist so schlecht geworden’’ und “was soll den bitte Bloggerin XY hier’’. Diese sollten sich eventuell mal fragen: Was will ich hier?

Ich liebe die Fashionweek. Atemberaubende Inszenierungen, tolle Events und Menschen, die sich verdammt viel Mühe geben. Wären da nur nicht diese schlecht gelaunten Blogger-Kollegen, die sich oftmals einfach zu wichtig nehmen.

Ich persönlich habe erkannt, dass diese Menschen meine Woche nicht unbedingt schöner machen. Ich geh solchen Gesprächen mittlerweile aus dem Weg und verbringe Zeit mit Personen, die mich inspirieren und die bei mir nach dieser Woche keinen faden Beigeschmack verursachen. Mir war die letzten Jahre nicht bewusst, dass genau dieser Punkt meine sonst so wunderbare Woche stark negativ beeinflusst hatte. Auf persönlicher Basis war diese Erkenntnis mein größtes Highlight.

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( Esra von nachgesternistvormorgen, Diana von thefashionanarchy und Sophie von basicapparel )

Vielen Dank an meine lieben Mädels, mit denen ich mal wieder eine bezaubernde Woche erleben durfte. Fashionweek bedeutet für mich so viel mehr als Events und Mode. Und das verdanke ich euch <3

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2 Comments

  • Reply Esra 4. Juli 2016 at 23:51

    Oh Gott, wie süß du bist <3 <3 <3 Ganz schöner Post! Ich habe mich diesmal auch viel viel mehr zugehörig gefühlt als früher! Man lernt halt auch dazu – nicht nur, was man möchte, sondern eben auch, was man NICHT möchte 🙂
    Es möge immer so harmonisch unter uns bleiben und kein Erfolg der Welt soll unsere Freundschaft zerstören!!
    lg
    Esra

    http://nachgesternistvormorgen.de/

  • Reply Sophie 10. Juli 2016 at 13:48

    Erstmal finde ich den Beitrag so toll geschrieben lieber Patrick <3 Ich habe bei solchen Themen immer große Schwierigkeiten meine Gefühle richtig auszudrücken! Ich habe mich so gefreut dich endlich auch persönlich kennenzulernen nachdem Esra ja bestimmt 100 mal von dir erzählt hat! Ich habe immer noch gemischte Gefühle was die FW angeht, mag aber die lieben Menschen die ich dadurch kennengelernt habe nicht mehr missen <3

    Liebste Grüße,
    Sophie || http://basicapparel.de

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