Fashion, Persönliches

Und wenn wir nicht im Fashion – Himmel sind, versuchen wir es bei der nächsten Show

26. Januar 2016

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Ich liebe diese Woche in Berlin. Eine Woche voller Mode, Lifestyle und Menschen mit Stil. Stundenlanges Quatschen über genau dieses Thema.
Nicht, dass ich das nicht auch in meinem Alltag machen würde, doch ist es angenehmer, wenn dein Gegenüber auch wirklich interessiert ist. Nichts gegen meine Freunde, aber nach einer Stunde Mode-Gequatsche bekommen auch die ein gewisses Fluchtgefühl.

In dieser Woche gab es einige Shows, die mich faszinierten, aber auch die ein oder andere, die mich enttäuschte. Nicht weil die Kleider schlecht designt waren, sondern weil es manchmal nichts Neues war.

Ich habe das Gefühl, dass diese Saison das erste Mal war, in der die ganze Z-Prominents zuhaue geblieben ist. Zumindest habe ich kaum einen bemerkt. Ob das nun am Dschungelcamp lag oder die Designer endlich mal begriffen haben, dass Z-Promis keine Bereicherung für deren Mode ist, das kann ich euch leider nicht beantworten. Oder kennt ihr jemanden, der in einem Gespräch erwähnt hat, dass er das Kleid von dieser x-beliebigen Bachelor- oder DSDS-Kandidatin tragen möchte.

Ich fand die Mischung aus internationalen und nationalen Stars perfekt.

                                       

Wer war alles auf der Fashionweek anzutreffen?

Gigi Hadid, Lena Gercke, Irina Shayk, Karolina Kurkova, Eva Padberg, Lena Meyer Landrut, Heike Makatsch, Franziska Knuppe, Tom Beck, Mandy Capristo und Bill Kaulitz waren wohl die meist fotografierten Stars in den ersten Reihen.

Beginnen wir mit meinen Highlights.
                                                         

Geiles Zeug bei Marcel Ostertag…

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Wenn ich Klamotten aus einer Damenkollektion möchte, dann müssen diese schon richtig genial sein. So ging es mir auf der Show von Marcel. Es ist schon der Hammer, wie talentiert er ist. Inspiriert duch die 4 Elemente heißt seine neue Kollektion „Rain“ und ist somit das Gegenteil zu seiner Sommerkollektion „Lava“. Für mich eine der gelungensten Shows während der Mode-Woche. Lang fallende Mäntel mit grau-rotem Farbverlauf, lässige Pullover mit Regentropfen-Print oder das einfach nur atemberaubende ochsenblutfarbene Glitzer-Kleid; eine gute Mischung aus Streetstyle- und Classic-Looks. Die hervorstechendsten Farben waren Ochsenblut und Blau. Mein unvergessenstes Stück war die Bomberjacke mit vergoldeten Rucksackverschlüssen an Ärmeln und Front. I LOVE IT
Drückt mir die Daumen, dass es diese Jacke irgendwann auch in L oder XL gibt.

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(Bildquelle : mbfashionweek.com)

Generell scheint es bei Marcel Ostertag steil bergauf zu gehen. Nicht nur, dass er mega schöne Kleidung kreiert und sich vor Sponsoren kaum retten kann; die nächsten zwei Saisons geht es für ihn über den großen Teich. Er wird seine Kollektionen in New York auf der Fashionweek präsentieren. Läuft bei dir Junge und wir sind stolz auf Dich!

                                                                       

Queer Love bei Odeur…..

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Odeur ist ein Streetstyle-Label, das die Designer Peter Hollström und Gorjan Lausiger gegründet haben. Die lässigen Wollmäntel und die kastigen Oversize-Sweater treffen absolut meinen Geschmack. Ich glaube jeder, der meinen Blog schon länger verfolgt, weiß ,wie sehr ich auf feste Materialien stehe. Neopren, Scuba und Chiffon, meist in den Nicht-Farben Schwarz und Weiss, waren sehr gut umgesetzt. Die grafische Bomberjacke in schwarz-weiss wäre mein absolutes Must-have. Das Besondere an diesem Label: Die Mode ist unisex. Für mich ist Unisex ein Thema, das häufiger umgesetzt werden sollte. Ich selbst bediene mich sehr gerne in der Frauenmode. Ein Thema und ein Label, das wir unbedingt auf dem Schirm behalten sollten.

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(Bildquelle : mbfashionweek.com)

 

                                                                     

Army meets Sadak…

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(Bildquelle: mbfashionweek.com)

Sadak setzt für den nächsten Herbst/Winter auf Camouflage-Muster, Schwarz- und Beige-Töne. Überlagernde Stoffe, ungewöhnliche Kopfbedeckungen, Stapellook und trotz allem immer etwas Haut. Ich denke, außergewöhnlich beschreibt seine Inszenierung von Mode ganz gut. Ich bin mir sicher, dass wir diesen Stil, so interpretiert nicht unbedingt auf der Straße sehen werden. Muss man auch nicht. Was mir gefällt: die Kleidung im Einzelnen. Jedes Teil für sich ist einzigartig. Ich wüsste nicht, dass ich diesen Stil woanders kaufen kann. Das macht das Label um den serbischen Designer für mich so besonders. Schaut euch die Looks im Einzelnen an. Ihr werdet erkennen, wie viel Arbeit und Design hinter jedem Stück steckt.

 

Klassisch bei Kilian Kerner…

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(Bildquelle : mbfashionweek.com)

Für mich waren die Designs bei Kilian Kerner anfangs eher ungewohnt. Ich bin diese Klassisch-/ruhige Linie bei dem Designer nicht unbedingt gewohnt. Ich hatte mich auf etwas anderes eingestellt. Bei seinen Shows habe ich meist nicht nur einmal den Gedanken „Wow ,muss ich unbedingt haben“. Normalerweise strahlen seine Kollektionen mit bunten Prints und auffallenden Stoffen: Kleidung, die ich vereinzelt in meinem Kleiderschrank sehen möchte. Dennoch waren die Kombinationen und die Details überragend. Absolut alltagstauglich und clean in Schnitt und Form. Man merkt seine Entwicklung in einem Bereich, der sich meiner Meinung nach besser verkauft. Ich bin sehr gespannt, ob seine Sommer-Kollektion diesem Stil treu bleibt oder ob er sich wieder meinen geliebt auffallenden Prints bedient.

Leather Heros @ Dimitri…

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(Bildquelle: Häberlein & Maurer)

Wenn mir etwas an Frauenkleidung gefällt, dann ist das Leder, Boho-Style und Schwarz. Ich muss sagen, Dimitri inszeniert die moderne Frau immer sexy und gekonnt stylish. Es ist selten, dass ich mit dem Fotografieren kaum nachkomme. Ich wollte jeden Look fotografieren. So ging es mir schon im Juli bei seiner Sommer-Kollektion, weshalb ich mich auf diese Herbst/Winter-Präsentation extrem gefreut hatte. Und eines ist klar: Ich war nicht alleine mit meiner Vorfreude. Jeder meiner bekannten Fashionistas war happy über die Einladung und mega gespannt, was dieses Mal kommt. Aber warum eigentlich? Ich bin mir sicher, dass das Label den aktuellen Zeitgeist der Mode trifft. Kleidung, die funktioniert und immer ein kleines Stück weit Mainstream ist. Ich habe das Gefühl, dass der Designer sich auf das Wesentliche konzentriert. Auf das was er kann.

 

Danke fürs Lesen

Patrick

 

 

 

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2 Comments

  • Reply Esra 29. Januar 2016 at 4:15

    Cooler Post! Ehrlich, aber trotzdem diplomatisch 😉
    lg
    Esra

    http://nachgesternistvormorgen.de/

  • Reply Mercedes-Benz Fashion Week - Tag 3 - Lavie Deboite 30. Januar 2016 at 3:23

    […] Checkpoint Charlie treffen wir auf Jennifer von Jestil und machen uns gemeinsam auf die Suche nach Patrick. Hashmag hat nicht zu viel versprochen. Wieder mal werden wir herzlich empfangen und treffen in […]

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