Allgemein, Persönliches

Zeit für mich…

11. Januar 2016

IMG_0841Zeit für mich…. Drei kleine Wörter, die alles Essentielle in unserem Leben bedeuten können. In einer  Welt, in der wir (dazu zähle ich mich natürlich ganze vorne mit) dauer-online und immer zu erreichen sind, ist genau diese fast nicht mehr vorhanden. Ich merke immer wieder aufs Neue, dass genau diese wichtige Sache für mich bedeutender denn je wird. Der Weihnachtsstress, der wohl an keinem von uns abprallt, die Verpflichtungen, die man sich teils selbst aufhaltst, weil man sich den Verwandten und Freunden verpflichtet fühlt und nicht zu letzt das Wetter, das doch sehr zu wünschen übrig lässt. All diese Punkte, ließen mich nachdenken.

Ich höre immer wieder, dass viele Bekannte und Freunde zu Weihnachten und auch von Ihrem Leben gestresst, genervt und unmotiviert sind.

Ich erzähle euch heute, wie ich versuche mein Leben positiv und ausgeglichen zu gestalten.

Mein Weihnachtsfest vor zwei Jahren beispielsweise:

Ich fühlte mich ausgelaugt, meine Launen die von hoch bis tief eher an einen Verrückten erinnerten, der Blog, der nicht im geringsten aussah, wie ich es gerne gehabt hätte, einen Full-time Job, der um die Weihnachzeit stressiger denn je war… Das alles machte mich fertig.

Eines war mir klar: Ich wollte über Weihnachten nicht zu erreichen sein.

Ein Weihnachten nur mit meinem Freund, meinen Katzen und schlussendlich mit MIR.. Nun ja, wie sagst du das der Verwandtschaft?!?

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Ich liebe meine Eltern. Wenn wir etwas schon immer gut konnten, dann offen miteinander sprechen, weshalb sie diese Entscheidung auch gut nachvollziehen und respektieren konnten.

Für mich stellte sich heraus, dass genau diese bewusste Entscheidung definitiv die richtige war. Es war entspannend, drei Tage ausschließlich mit meinem Freund zu verbringen. Keine große Feier mit Verwandten, die einen das ganze Jahr über weder sehen noch wirklich kennen. Meine Familie besteht aus meinen Eltern, Großeltern und Freunden, die ich über alles liebe und schätze. Ehrlich gesagt würde ich die meisten Verwandten von mir auf der Straße nicht einmal erkennen.

Versteht mich nicht falsch, ich wünsche allen nur das Beste. Aber für mich heißt Familie, Menschen die ich liebe. Das sind nun mal in meinem Fall nicht Tantchen und Onkel, sondern meine Freunde, die einen festen Grundstein in meinem Leben bilden.

Genau auf diese konzentriere ich mich. Ich merke, wer mir gut tut und wer eben nicht. Ich treffe immer häufiger klare Entscheidungen. Manchmal eben auch gegen Personen, die einmal stark in meinem Leben vertreten waren. Manchmal sollte man nicht versuchen sich auf Biegen und Brechen anderen Personen anzupassen oder Freundschaften aufrecht zu erhalten, wenn diese eigentlich keine mehr sind. Man verändert sich, wird erwachsen und strebt neue Dinge im Leben an. Ich bin der festen Überzeugung, dass eine gute Freundschaft ohne grundlose Anstrengungen und Verstellungen funktionieren kann.

Diese Umstrukturierung in meinem Alltag und in meinem Leben erleichtert es mir positiv zu denken. Ich werde oft gefragt, wie ich es schaffe, immer gut gelaunt und positiv zu sein. Natürlich liegt das zum einen an dem Naturell der jeweiligen Person, zum anderen weiß ich, wem ich gut tue und eben auch wer mir gut tut. Ich versuche auf meinen Körper zu hören, ich muss nicht überall dabei sein. Die Furcht eventuell etwas zu verpassen, musste ich erst lernen zu ignorieren. Denn genau diese Angst, nimmt uns oft die Möglichkeit zu erkennen, wann wir auf unseren Körper hören sollten. Mein Freund bestärkt mich unheimlich in dem, was ich tue, mit meinen Freunden kann ich lachen wie auch weinen. Menschen mit denen man Gefühle wie Leid und Freude teilen kann.

Natürlich gibt es Ereignisse im Leben, die man nicht vorhersehen oder bestimmen kann, diese meine ich hier auch nicht.

Was ich euch sagen möchte: Lebt eure Entscheidungen und euer Umfeld bewusster. Hört auf euren Körper und zieht euch zurück, wenn euch danach ist.

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3 Comments

  • Reply Sarah 11. Januar 2016 at 22:39

    Du hast vollkommen Recht…Man sollte auch auf sich Selbst achten und nicht nur auf Andere!

  • Reply Esra 12. Januar 2016 at 0:33

    Schöner Text! Bis ganz bald 🙂
    lg
    Esra

    http://nachgesternistvormorgen.de/

  • Reply Janine 17. Januar 2016 at 21:40

    Ganz toller Beitrag Patrick! Du hast so recht! Ich bin so ein Typ der es immer alles recht machen möchte, schnell ein schlechtes Gewissen hat und schwer einfach mal „abschalten“ kann. Daran muss ich arbeiten, denn ich glaube das würde mir auch sehr gut tun.

    Liebe Grüße!

    Janine

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